«Vertrauen schafft Raum für menschliche Nähe» – Ernst Ferstl

Auch wenn ich hier nicht wie gewohnt auf meinem Blog schreibe, möchte ich doch meiner Linie die Treue halten

und diesen Blogpost wie von mir gewohnt mit einem Zitat, passend zum folgenden Thema beginnen.

Das einzige was mein Name mit dem von Anna gemeinsam hat, ist die Anzahl Buchstaben und dass ein «A» drinnen vorkommt. Mein Name ist Marc, und ich schreibe normalerweise auf meinem Blog, www.dasmarc.ch. Ich möchte hier nicht lange Zeit damit vergeuden mich vorzustellen, um mich soll es hier heute nicht gehen.

Als Anna mich gefragt hat ob ich einen Blogpost für sie schreiben möchte, war ich sofort damit einverstanden. Als aufmerksamen Leser ihres Blogs (welcher mich auch dazu inspiriert hat selbst einen zu erstellen), ist es für mich eine Ehre, hier auf dieser Seite einen Text zu verfassen. Bei der Wahl des Themas habe ich mich ein wenig schwergetan. Einen ersten Entwurf habe ich verworfen, ein zweiter hat nicht in Annas Konzept gepasst, ein dritter endete zu persönlich. Es gibt Dinge, die vertraut man besser nur seinen besten Freunden an.

Doch was ist das eigentlich, «Vertrauen»?

Es sind Freundschaften, die das Leben lebenswert machen

Wenn ich in den letzten Jahren etwas gelernt habe, dann ist das die Tatsache, dass man ohne Freunde nicht weit kommt. Man kann sich durchs Leben schlagen, man kann einer Arbeit nachgehen, man kann sich zuhause entspannen und man kann verreisen. Doch glücklich werden, das kann man nicht.

Grundsätzlich hat man zwei Möglichkeiten, was Freundschaften angeht. Je nach dem für welche Möglichkeit man sich entscheidet, entwickelt sich auch die Freundschaft ganz anders.

Bei Möglichkeit 1 ist man genau der Typ Mensch, welcher das Gegenüber wünscht. Man ist der Typ Mensch, welcher auf Partys geht obwohl man es nicht mag. Man ist der Typ Mensch, welcher irgendwelche Dinge zu sagen beginnt, welche absolut nicht stimmen. Das alles nur, um die «Freundschaft» mit der anderen Person zu halten.

Bei Möglichkeit 2 ist es anders. Man ist der Typ Mensch, welcher man ist. Man geht nicht mit auf Partys, wenn man das nicht will. Man erzählt nicht irgendwelche Hokuspokus Geschichten, welche gar nicht stimmen. Man sagt seine ehrliche Meinung, im Wissen, dass es der Person gegenüber nicht gefallen mag.

Beide Möglichkeiten entwickeln sich in völlig andere Richtungen. Die Freundschaft, welche aus Möglichkeit 1 entsteht, endet meistens dann, wenn man zum Beispiel ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr in die gleiche Schule geht. Und wieder ist Möglichkeit 2 anders. Diese Freundschaften, bei welchen man einfach so sein kann wie man ist, bei welchen man sich nicht hinter irgendwelchen Fassaden verstecken muss, bei denen man reden kann wie man möchte, bei denen man ehrlich und offen sein kann und bei denen man auch nach 2 Monaten ohne Kontakt dort weitermachen kann, wo man aufgehört hat; Diese Freundschaften können auch dann noch bestehen bleiben, wenn man sich vielleicht nicht mal einmal im Monat sieht.

Hierbei ist es eigentlich komplett egal, um was für Typen Mensch es sich handelt. Es ist egal ob sich die beiden Personen in jeder Form ähnlich sind, oder ob sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Es ist egal, ob die Personen das gleiche Geschlecht haben oder eben nicht. Es ist egal, ob man die gleichen politischen Ansichten hat, oder eben nicht. (Oft sind Unterschiede sogar gar nicht so schlecht 😉)

Bei all dem, was egal ist, ist nur etwas nicht egal: Das Vertrauen.

Vertrauen schenken kann schwer sein

Besonders den Menschen, welche es im Leben lange schwer gehabt hatten, fällt es schwer, eine Vertrauensbasis aufzubauen. Man ist unsicher, weiss nicht wie weit man gehen kann, hat Angst die Person gegenüber zu verunsichern oder sie zu langweilen oder zu nerven. Und genau in einer solchen Situation ist es mehr als hilfreich, wenn man eine Person gegenüber hat, welche das genaue Gegenteil ist. Eine Person, welche offen ist und jedem direkt ins Gesicht die eigene Meinung sagt.

Bei mir persönlich war die Situation ziemlich genau so. Es gab mal einen Menschen, der hat mir gesagt, dass ich Zitat: «komisch» sei, nachdem ich diesen Menschen das erste Mal überhaupt getroffen habe. Auf die Frage, wieso ich denn «komisch» sei, kam die Antwort, dass ich sehr zurückhaltend und still bin. Und so war es auch. Ich glaube, dass ich den ganzen Nachmittag damals fast kein Wort gesagt habe. Hach, es hat sich vieles verändert seit dann.

Nun, diese Person von damals kenne ich heute immer noch sehr gut. Sie zählt für mich heute zu meinen besten Freunden. Wieso? Nun, ich glaube, es liegt daran, dass ich mich ihr geöffnet habe und ihr Vertrauen geschenkt habe. Ich glaube, es liegt daran, dass wir trotz all den Unterschieden ganz genau wissen, mit wem wir es zu tun haben. Ich glaube, es liegt daran, dass sich keiner verstellen muss und einfach so sein kann, wie man ist. Das alles führt dazu, dass trotz der Distanz zwischen den Wohnorten und trotz dessen, dass man sich selten sieht, man bei jedem Treffen genau dort weitermachen kann, wo man zuletzt aufgehört hat. Ganz so, wie man ist, ohne sich zu verstellen.

Und bei dieser Person, möchte ich mich nicht nur für all das eben genannte bedanken, sondern gleich auch dafür, dass sie mir heute ihren Blog zur Verfügung gestellt hat. Danke Anna.

Ich hoffe, dass auch euch Lesern dieser kleine Exkurs in meine Welt und meine Themen Spass gemacht hat.

In diesem Sinne, wünsche ich euch einen angenehmen Tag oder eine angenehme Nacht und verabschiede mich von euch.

Mit lieben Grüssen Euer Marc

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